Epidemie

Ich wurde eingeladen, eine Arbeit die meine Sicht auf erlebte Eindrücke mit Mexiko veranschaulicht
auszustellen.

Der Umgang mit Nahrung und Identität waren Ausgangspunkte für meine Recherche. In Mexiko sind Fett-
sucht und Folgeerkrankungen, wie Diabetes, ein riesiges Problem. Übergewicht ist keine Volkskrankheit
mehr, sondern eine Epidemie. Der Einfluss von Produkte aus den USA, beeinflussen die Bevölkerung.
Nationale Produkte rücken immer mehr in den Hintergrund. Das Fremde scheint besser zu sein als das 
Herkömmliche. Diese Haltung trifft man auch beim Aussehen. Helle Haut wird automatisch als freundlich 
und sauber konnotiert. Dunkle Hautfarbe dagegen lässt nichts gutes Erahnen. Eine Kontroverse zwischen 
mexikanischen Stolz, mit seiner Kultur und Tradition, und der Unsicherheit, an einem Minderwertigkeits-
komplex zu leiden.

Die Arbeit Epidemie setzt sich aus drei Teilen zusammen. Eine grosse Skizze an der Wand zeigt einen 
langen, offenen Gürtel. Daneben ist die Wandskulptur, die mit dem Volumen der Wand spielt und sich mit 
einer Hautfarbe im Raum Präsenz erschafft. Die Bodeninstallation setzt sich aus mehreren Kleidungskom-
ponenten für Kinder zusammen die unter einem Kunststoffglas präsentiert werden.

Acrylglas, Kleidungsstücke, Plastilinobjekte
2016






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